babbel.com - Einfach sprachen lernen.

Artikel von March, 2007

Marsellus Wallace wahres Gesicht :: Pulp Fiction Dialoge als Typographie-Kunst

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Authentizität, beste Posts, Verweise auf Typographie, Audiokunst und Klang, Typographie, alle Posts, selbstreferentiell, Narration, Verweise auf Kunst, Form, Farbe, digitale Welten, Animation, Assoziatives-Surreales, Bewegtes, Videokunst

Was man mit Buchstaben anstellen kann, hat schon Antoine Bardout-Jaques für Alex Gopher´s “the Child” gezeigt. Der neue Geniestreich kommt von Jaratt Moody und ist die Visualisierung eines Pulp Fiction Dialogs: Samuel L. Jackson macht im Auftrag seines Chefs, des Supergangsters Marsellus Wallace, einen Typen fertig und schießt im ins Knie. Die Szene dazu ist Kult, ziemlich brutal und einer der Gründe dafür, dass Quentin Tarrantino mit dem Film weltbekannt geworden ist. Ein cleverer Typograph hat jetzt diese Sequenz in bewegten Buchstaben visualisiert. Das ist viel interessanter, als es klingt. Denn anders als in “the child” werden die Buchstaben nicht als visuelle Symbole benutzt, sondern sind emotionale Träger, obwohl sie auf ihre rudimentär Typographischen Charakteristika beschränkt bleiben (Größe, Neigung, Schriftart, etc.). Und in dieser Reduktion auf die vermeintlich formalistische Sprache der Typographie wird die ganze Wirkkraft der Worte deutlich, die ganze Mehrinformation des Ausdrucks. Entkernt vom Bild wird die Szene in eine Schriftebene zurückkatapultiert, ohne jedoch die szenischen Eigenschaften aufzugeben. Und damit findet das Werk neben der inhärenten Ästhetik eine neue Aussagekraft: Es steht als Kunstwerk genau an der Schwelle von Schrift mit ihren abstrakten Symbolen und Film mit seinen dynamischen, unmittelbaren Codes. Und noch mehr: Es verbindet beide Ebenen kongenial, in dem es das Potenzial der bewegten Schrift zeigt, ohne die ureigensten Beschränkungen der Schrift aufzugeben. Damit steht das Pulp-Fiction-Kunstwerk zwischen den Welten von Schrift und Film, trennt und verbindet gleichermaßen. Und dass ist wirklich einen Blick wert.

Ansehen!
Es gibt von dem Film auch eine Low-Res-Version auf ifilm. Schaut´s Euch an.

Technorati Tags: , , , , ,

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb

das Innere nach Außen :: Influences (R: Phil)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Zeit, Raum, beste Posts, selbstreferentiell, alle Posts, Youtube und Co, Verweise auf Malerei, Verweise auf Kunst, Form, Farbe, digitale Welten, Animation, Bewegtes, Soziales, Videokunst

Dreißig Personen, die sein Leben beeinflusst haben, malt dieser Mann sich selbst auf Bauch und Brust. Dass das technisch ganz gut aussieht, ist Nebensache. Interessanter: Dass dieser Phil mit seiner Geste eine Metapher der Moderne schafft. Indem er dem ein Bild gibt, was in seiner Biographie verborgen liegt, treibt er die Visualisierung auf die Spitze: Das, was er auf seinen Bauch malt, ist er. Das ist symbolhaft, einfach, genial auf den Punkt gebracht. Obwohl, halt, nur er weiß, was er damit verbindet. Wir Zuschauer bleiben allein mit den Bildern uns unbekannter Personen, die zwar schön bunt sind, aber dem Wesen von Phils Biographie sind wir damit keinen Schritt näher. Und darin liegt das Subtile, dass aus dem Video auch aus einer mehr als technischen Sicht Kunst macht: Indem es uns damit überrascht, dass die verstanden geglaubte Visualisierung nur leeres Symbol ist, verweist die Metapher auf etwas, das zu oft verloren gegangen ist - das Wissen darum, dass visuelle Symbole von ihrem Grundcharakter begrenzt sind.

// “Influences” sehen

Technorati Tags: , , , , , , ,

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb

das digital gezimmerte Musikstück :: Amateur (R: Lasse Gjertsen)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Verweise auf Musik, Authentizität, selbstreferentiell, Youtube und Co, alle Posts, beste Posts, Zeit, digitale Welten, Soziales, Bewegtes, Verweise auf Kunst, Videokunst

Es ist die Rache der digitalen Perfektion: Ein Drummer, der nicht spielen kann, wird durch digitale Schnittfinesse zu einem perfekten Trommelsolo geschnitten. Jeweils einzelne Verspieler werden so clever aneinandergebaut, dass eine sauber gespielte Komposition entsteht. Die Postproduktion verursacht das Werk aus Fehlern. Wie eine Metapher für die jeder-kann-alles-Gesellschaft. Was kann man da noch sagen? Das hat Gjertsen einfach richtig gut hingekriegt.

// den Film sehen

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb