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Artikel in der Kategorie 'Animation'

Post-It´s, Lego und Filzwelten :: Meilensteine der Stop Motion Videos

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Animation, Form, Michel Gondry, Videokunst, Zeit, alle Posts

Stop Motion ist bekannt. Ja? Diese Technik, bei der ein Bild aufgenommen wird, ein bißchen verändert, nochmal aufgenommen – und wenn man das zwanzig Mal macht hat man eine Sekunde Video. Normalerweise macht man das mit Knete. Hier ein paar Variationen, die zum Kult geworden sind:

Der Trendsetter: Stop Motion mit Post-Its
Gut, nicht wirklich ein wichtiger Film, aber eine clevere Idee zum Anfang: Post-Its an Spiegeln befestigt.
(Videosuche rechts oben: Suche nach paterlizzi post it)

Der Klassiker: Michel Gondrys Stop-Motion-Video mit Lego
Legendär gut: Gondrys Meisterwerk aus Legosteinen für The White Stripes (“fell in love with a girl”). Er hat nichts geklebt, hat er mal im Interview zu Protokoll gegeben. Und Lego selbst hat einen Artikel über seine Aktion geschrieben, den man hier nachlesen kann.
(Videosuche rechts oben: Suche nach white stripes fell in love)

Das Durchgeknallte: Michel Gondrys Walkie Talkie Man für Steriogram
Ein gelungener Mix aus echten Aufnahmen und Stop-Motion Fragmenten mit Knete, Fäden und gestricken Puppen: Gondrys Video für Steriograms Hit “Walkie Talkie man”. Sehr verrückt und sehenswert.
(Videosuche rechts oben: Suche nach elite beat agents walkie talkie man)

eine Reise an die Grenzen der Wörter :: Alex Gopher – the Child (R: Antoine Bardou-Jacquet)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Animation, Authentizität, Form, Literatur, Lyrik, Wörter, Raum, Typographie, Verweise auf Kunst, Verweise auf Typographie, Videokunst, alle Posts, beste Posts, digitale Welten

Was Bardou-Jacquet hier in Szene gesetzt hat ist die Erfindung der Synthese von Schrift und Film, die Vorteile beider Medien kongenial kombiniert: Aus dem Film stammen die Elemente des Plots, der Figuren, der Dialoge, des Spannungsbogens und natürlich der Visualisierung in Form bewegter Bilder. Aus der Symbolwelt der Schrift stammen die Akteure, Autos, Häuser, Brücken und Straßen – deren visuelle Repräsentation ausschließlich aus geschriebenen Wörtern besteht. Die Typographie der einzelnen visuellen Elemente korrespondiert mit ihrer Bedeutung und bildet so eine dritte Ebene des zeichenhaften neben Film und Schrift. Das ist medienwissenschaftlich interessant, wenn es um Codes und Symbole, referentielle Zeichen und die Unmittelbarkeit filmischer Visualisierung geht. Vor allem aber ist es ziemlich innovativ und inspirierend zu sehen, welches Potenzial darin steckt, in diesem Buchfernen Medium Musikvideo die Wörter selbst zu den Repräsentanten filmischen Erlebens zu machen. Alles, was dem filmischen Blick zum Opfer fällt – Gedanken, Bewertungen, Beschreibungen – muss im Film ins Off verlagert oder eben rausgestrichen werden. Hier finden Sie ihren zentralen Platz, weil die Worte selbst es sind, die zu visuellen Symbolen werden. Für Germanisten, Kulturwissenschaftler und Musikvideofans gleichermaßen beeindruckend.
Das Video wurde übrigens in 2004 Düsseldorf ausgestellt: Als eines der 100 einflussreichsten Videos der Geschichte.
Es gibt auch einen Zeichner, der sich die Idee zu eigen gemacht hat. Seine sehenswerten Wortschöpfungen finden sich auf seiner Homepage.
//mehr in der Musikvideodatenbank Clipzoot

//Video anschauen bei der Produktionsfirma partizan

visual accustics :: Malen mit Instrumenten

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Die Visualisierung von Tönen hat eine lange Geschichte in der multimedialen Kunst und visual accustics ist ein Projekt, was man sich unbedingt näher anschauen sollte: Das flash-basierte Interface wandelt Mausbewegungen gleich dreifach um: In die Töne ausgewählter klassischer Instrumente (gottlob bricht jemand mal das Tabu, in Multimediakunstwerken analoge Instrumente einzusetzen), in Farbspektren, die sich über den Bildschirm ziehen und in Instrumentabhängige animierte Visuals, die sich wie Wellen über die Spielfläche ausbreiten. Ein intuitiv fassbares Gefühl des Haptischen, dass sich im Auditiven und Visuellen übersetzt zeigt. Gelungen! (Zur Erinnerung: Es gibt auch Pferde und Damen, die sich seit Jahren daran versuchen.)

oh, bitte klick mich :: der Mauszeiger und die Netzkunst

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Gut, gut, das sind alles keine großen Werke. Aber witzig ist es allemal, wenn der Hase in einer Denkblase die Maus als Karotte imaginiert und sich dann auf die Jagt macht. Witziger, dafür weniger ästhetisch als mainthedark, wo ein Menschenkörper sich unter dem Mauszeiger manifestiert und ihm bei jeder Bewegung folgt. Und dann ein Auge, dass kleine Objekte durch den Raum fliegen lässt, indem noch ein einzelner Stuhl steht. Um das Ganze nicht zu verschroben werden zu lassen: Schaut Euch doch abschließend das Hübschchen von AXE an: Die Frau, die sofort und trotz leichter Varianz der Bewegung recht planbar reagiert. Naja. Künstler: Lasst Euch anregen. Bisher war noch nichts umwerfendes dabei.

Stifte schneiden schärfer :: ein paar minimalistische Animationen

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Erinnert sich noch jemand an diese animierten Karatestrichmännchen? Der Plot war damals schon zweitrangig, aber die Ästhetik doch ganz ansprechend. Naja: Dude Falling ist so ähnlich. Ein gezeichneter Klops fällt einen angedeuten Abhang herunter. Oder das animierte Video zu “Smoking cigarettes at your doorstep” von den Whites Stripes: Ein narratives Video auf die Archetypen der Ikonographie reduziert. Seltsam nur, dass alle diese Filme einen so morbiden Charakter haben..
Ach, Moment, ja: Den gibt´s ja auch noch. Nur um die Statistik wieder auszugleichen.

BioMotionLab1.8 :: ein paar Striche werden zum Menschen

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Das Projekt kommt von der Queens University in Kingston, der Direktor ist ein Deutscher aus Bochum, Nikolaus Troje. Mit seinem Team hat er BioMotionLab1.8 entwickelt, ein Tool, das menschliche Bewegungen mit Strichmännchen nachahmt. Das haben die Leute mittlerweile so gut raus, dass sie das Strichmännchen nicht nur weiblich und männlich, sondern auch schlank und dick, gehetzt und entspannt oder fröhlich und traurig animieren können. Wohlgemerkt: Es geht um Striche. Schaut es Euch an.

BMLwalker

conclave obscurum :: webdesign meisterwerke

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Gar nicht viel zu conclave obscurum zu sagen: Nahe am perfekten Webdesign in der Synthese zur Netzkunst. Der Eingangsscreen heißt übrigens “Wie spät ist es”. Fast alles ist interaktiv und nichts sagt Bescheid. Ganz großes Grafikdesign.

Oui Oui :: frühe Meisterwerke von Michel Gondry

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Die Ikone der Musikvideoregie, Michel Gondry, ist eigentlich Drummer einen Band namens Oui Oui gewesen. Um die zu puschen hat er begonnen, Musikvideos aufzunehmen. Björk hat die Videos gesehen, Gondry verpflichtet und der Rest ist Geschichte. Hier sind ein paar der Meisterwerke von Großmeister Gondry aus der Zeit vor dem großen Geld.

(Videosuche rechts oben: Suche nach Oui Oui – Junior et sa voix d’or oder Oui Oui La ville)