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Artikel in der Kategorie 'Fixiertes'

Human Clock: die Uhrzeit als Kunst

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Man könnte jetzt viel philosophieren darüber, dass die Zeit dargestellt wird über Fotos, die eigentlich grade zeitlos sind, aber viel netter ist ein Blick auf die Seite, der spricht für sich selbst: Humanclock. Ich find´s großartig.

Wer noch nicht genug hat: HumanCalendar bietet das Ganze als Monatskalender.

twitter, flickr, digital video :: die Echtzeit-Digitalkunst von flussgeist

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<!--enpts-->flussgeist.jpg<!--enpte-->Was Twitter ist, hatte ich an anderer Stelle geschrieben: Twitter ist ein Dienst, der die Stimmen der Blogger auf der Welt auffängt. Einer Art SMS-Sammelbecken, das jeder Nachrichten von jedem Menschen eine Zeile auf der Hauptseite freihält. Die 15 Minuten Berühmtheit, postuliert von Pop-Art-Ikone Andy Warhol, und in Internetzeiten stellenweise für möglich gehalten, sind auf wenige Sekunden Twitter-Zeileneinblendzeit eingedampft. Twitter ist, das kann man sicher sagen, ein Projekt für unsere Zeit. Total vernetzt, kurz und knapp, in der Vielfalt der andockbaren Endgeräte beeindruckend und in der inhaltlichen Tiefe der mit soviel Tamtam veröffentlichten Nachrichten enttäuschend.
Kurz: Kaum ein Projekt der aktuellen Diskussion eignet sich besser für ein multimediales Projekt wie Flussgeist von Grégory Chatonsky. Flussgeist greift sich Twittermeldungen heraus und lässt sie als Echtzeitticker über den Bildschirm laufen, während sich im Hintergrund unwiederholbare Szenerien aus flickr-Bildern und Internetvideos zusammenstücken. Der rote Faden wird gebildet durch sogenannte Tags, Schlagworte, mit denen Bilder, Twitter-Meldungen und Videos einsortiert wurden. Ein Schlagwort bildet den Rahmen, in dem dann die verschiedenen Medien sich begegnen. Und in dieser Begegnung eine Beziehung suggierieren zwischen Bild und Ton und Video, die es nie gegeben hat. Und es ist die Suggestion einer Beziehung, die tatsächlich nur durch digitale Algorithmen entsteht, die das Projekt wirklich sehenswert macht, weil sie darin eine Metapher bildet für das, was diese neuen Medienformen auszeichnet.

[tags]flickr, twitter, mashup, digital art, medienkunst, flussgeist, Andy Warhol [/tags]

Symbole auf Abruf :: den eigenen Claim mit einem Klick auf Kirchen, Kassetten und Medallien

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Typographische Symbole mit neuen Inhalten zu versehen ist eigentlich ein alter Hut (wir hatten´s schonmal, hier oder hier), aber immer wieder interessant. says-it.com ist ein Dienst, der das Plagiieren so einfach macht, dass es eine Freude ist. Mit einigen Klicks erhält man ziemlich beeindruckende Werke. Eine Kostprobe:


[tags]Medienkunst, Claim, Fotomontage, Logodesigner[/tags]

Typographie :: die 100 besten Schriften und 1000 umsonst

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Es soll ja noch Leute geben, die nicht glauben, das Typographie reine Kunst ist. Der Macher vom lesenswerten Fontblog hat eine Edition der besten Schriften rausgebracht und dazu eine recht informative Webseite gebastelt: Über die 100 besten Schriften der Gegenwart. Sehr lesenswert. Dummerweise kosten diese Schriften ein Heidengeld – mehrere hundert Euro für eine Neue Helvetica sind üblich. Die preiswerteren findet man dann unter 1001fonts.com. Nicht so gut, zugegeben.

[tags]fonts, typographie, neue helvetica, beste Schriften, Schriften, fontblog, Schriften der Gegenwart, 1001fonts.com[/tags]

die Rache der Datenschützer :: das virtuelle Selbst wird professionell

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Es geht ja in Computerkreisen immer nach dem Motto, wer noch findiger ist. So kämpft Google gegen Microsoft, der Virenprogrammierer gegen die Antivirenfirma oder die Kopierschutzknacker gegen die Kopierschutzentwickler. Hier bekommt das Spiel einen neuen Namen: Je mehr Mühe die Datenangler aufwenden, um ihre Nutzer tatsächlich mit elektronischer oder gar postalischer Adresse zu Orten, desto findiger werden die Datenschützer, ihre Anonymität zu wahren. Daraus ist wie zufällig ein Stück Gegenwartskunst enstanden, das hier vorgestellt werden soll.
Da hat also jemand dieses Spiel mitgespielt und eine Maschine programmiert, ein virtuelles Selbst, was sag ich unzählig viele Selbste schafft. Kostenlos, auf Mausklick. Das Besondere ist, dass diese Selbste im Prinzip sämtliche technischen Überprüfungen überstehen. Die Ironie muss man sich mal bewusst machen: Prüfmaschinen, die dazu programmiert sind, reale Menschen von virtuellen Phantasien zu trennen, werden erst durch die Logik und Datenmasse eine Identitätsgenerierungsmaschine überlistet. Der Kampf um die Identitäten: In der virtuellen Welt eine Sache zwischen Robotern.
Konkret sieht das so aus: Der Fake Name Generator erstellt nicht nur einen virtuellen Namen, der zu Staatsangehörigkeit und Geschlecht passt. Er erfindet auch eine imaginäre Straße, deren sprachliche Logik der des wählbaren Heimatlandes entspricht und ergänzt eine real existierende Stadt selber Provinienz mit ihrer realen Postleitzahl. Die Mailadresse enthält den Phantasienamen vor dem @ und ist sogar funktionstüchtig. – Sie greift direkt auf den Service eines Spam-Vermeidungsdienstes zurück, bei dem die Mailadresse nie registriert werden muss und nach erfolgter Nutzung sich selbst überlassen werden kann. So erschafft die neue Technik einen Menschen, der nach allen technischen Überprüfungen real existieren müsste – aber doch nur das Produkt einer Maschine ist.

[tags]Datenschutz, Fake Name Generator, Hacker, virtual ID, Spam, Spammailer, virtuelle Adresse, virtuell[/tags]

Marsellus Wallace wahres Gesicht :: Pulp Fiction Dialoge als Typographie-Kunst

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Was man mit Buchstaben anstellen kann, hat schon Antoine Bardout-Jaques für Alex Gopher´s “the Child” gezeigt. Der neue Geniestreich kommt von Jaratt Moody und ist die Visualisierung eines Pulp Fiction Dialogs: Samuel L. Jackson macht im Auftrag seines Chefs, des Supergangsters Marsellus Wallace, einen Typen fertig und schießt im ins Knie. Die Szene dazu ist Kult, ziemlich brutal und einer der Gründe dafür, dass Quentin Tarrantino mit dem Film weltbekannt geworden ist. Ein cleverer Typograph hat jetzt diese Sequenz in bewegten Buchstaben visualisiert. Das ist viel interessanter, als es klingt. Denn anders als in “the child” werden die Buchstaben nicht als visuelle Symbole benutzt, sondern sind emotionale Träger, obwohl sie auf ihre rudimentär Typographischen Charakteristika beschränkt bleiben (Größe, Neigung, Schriftart, etc.). Und in dieser Reduktion auf die vermeintlich formalistische Sprache der Typographie wird die ganze Wirkkraft der Worte deutlich, die ganze Mehrinformation des Ausdrucks. Entkernt vom Bild wird die Szene in eine Schriftebene zurückkatapultiert, ohne jedoch die szenischen Eigenschaften aufzugeben. Und damit findet das Werk neben der inhärenten Ästhetik eine neue Aussagekraft: Es steht als Kunstwerk genau an der Schwelle von Schrift mit ihren abstrakten Symbolen und Film mit seinen dynamischen, unmittelbaren Codes. Und noch mehr: Es verbindet beide Ebenen kongenial, in dem es das Potenzial der bewegten Schrift zeigt, ohne die ureigensten Beschränkungen der Schrift aufzugeben. Damit steht das Pulp-Fiction-Kunstwerk zwischen den Welten von Schrift und Film, trennt und verbindet gleichermaßen. Und dass ist wirklich einen Blick wert.

Ansehen!
Es gibt von dem Film auch eine Low-Res-Version auf ifilm. Schaut´s Euch an.

[tags]Marsellus Wallace, Pulp Fiction, Typographie, digital art, animation art, Typographiekunst[/tags]

Shit happens :: die Wahrheiten der Welt in Sätzen über Kot und Hühner

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Die Idee ist in ihrem Reduktionismus zeitgemäß und in ihrer Originalität sowieso: Die Philosophen dieser Welt werden an der Frage, warum ein Huhn über die Straße geht abgefrühstückt und die Religionen der Welt haben es noch schlechter erwischt. Gut, im Prinzip hatten wir den Taoismus auch vorher verstanden. Aber jetzt wird es schon ein bißchen klarer. Ich habe einen Theologen im Ohr, der mal gesagt hat

Wir sollen so einfach reden wie möglich.
Aber nicht einfacher.

die Konstruktion des Alltäglichen :: nette Fotos für Zwischendurch

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Wirklich nur ein Häppchen zwischendurch (und auch nur ausnahmsweise so eine Seite): Diese Fotos haben gemeinsam, dass sie groteske Situationen abbilden, weil Bildelemente, die miteinander nichts zu tun haben, in Interaktion treten. Nett anzusehen.

Hansacanyon :: Wasser zwischen Fall und Raumschiff

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Und jetzt starten wir eine neue Kategorie: inspirierende Produkte. Damit alles in flow kommt, wie man so sagt, erstmal ein Wasserspeier.

Dieser schöne Wasserhahn mit offenem Wasserlauf und integrierter Wasserbeleuchtung wurde auf dem Designblog MoCoLoco besprochen. Kommt aber eigentlich von Hansa. Ein echtes Schmuckstück.

Mark Story :: Portraits von uralten Menschen

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Alter, Authentizität, Fotographie, Soziales, Zeit, alle Posts

Supercentenarians nennt man sie, die Menschen, die ihre 110 Jahre hinter sich gelassen haben und immer noch leben. Mark Story hat knapp einhundert von Ihnen besucht und interviewt. Das Ergebnis ist eine herausragende Fotoserie, die mit kurzen Biographieschnipseln der Akteure im Internet steht.

The Gerontology Research Group estimates there are 250,000 centenarians (people 100 years and older) currently living in the world. In rare instances, people live to 110 years and beyond, inspiring a new demographic label: supercentenarian. The Gerontology Research Group, through rigorous investigation of records, acknowledges about 65 supercentenarians, and estimates that about 350 are alive worldwide today.

Mark Story beschränkt sich nicht auf die Uralten, auch wenn sein Fokus auf Alter gerichtet er. In seiner Auswahl findet sich auch ein Foto eines knapp 50-jährigen Obdachlosen oder eines 88-jährigen Mannes. Man kann trotzdem sagen, dass er das Alter fokussiert, denn das Alter hat sich in alle seiner Gesichter eingefurcht wie Rinnen auf einen Acker. Insgesamt sehr sehenswert, schwarz-weiß Portraitfotographie vom Feinsten.

46 year-old Portuguese man
Verwendung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Mark Story.

// Mark Story