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Artikel in der Kategorie 'Literatur, Lyrik, Wörter'

Symbole auf Abruf :: den eigenen Claim mit einem Klick auf Kirchen, Kassetten und Medallien

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Typographische Symbole mit neuen Inhalten zu versehen ist eigentlich ein alter Hut (wir hatten´s schonmal, hier oder hier), aber immer wieder interessant. says-it.com ist ein Dienst, der das Plagiieren so einfach macht, dass es eine Freude ist. Mit einigen Klicks erhält man ziemlich beeindruckende Werke. Eine Kostprobe:


[tags]Medienkunst, Claim, Fotomontage, Logodesigner[/tags]

Shit happens :: die Wahrheiten der Welt in Sätzen über Kot und Hühner

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Die Idee ist in ihrem Reduktionismus zeitgemäß und in ihrer Originalität sowieso: Die Philosophen dieser Welt werden an der Frage, warum ein Huhn über die Straße geht abgefrühstückt und die Religionen der Welt haben es noch schlechter erwischt. Gut, im Prinzip hatten wir den Taoismus auch vorher verstanden. Aber jetzt wird es schon ein bißchen klarer. Ich habe einen Theologen im Ohr, der mal gesagt hat

Wir sollen so einfach reden wie möglich.
Aber nicht einfacher.

Spaß mit Typographie :: Tools zum Trademarks-Nachbauen

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Man kennt diese T-Shirts, auf denen Fuck statt Ford steht. Ich will da jetzt keine Lanze für brechen.
Aber diese Designidee belegt, wie sehr allein die Form des Trademarks eine eigene Aussagedimension enthält. Das ist typographisch ein alter Hut, aber die veränderten Trademarks beeindrucken trotzdem mehr als typographische Diskurse: Die Marke wird intuitiv im Betrachter seziert. Künstler können damit spielen, dass Form und Inhalt kontrastieren und sich neue Bezüge auf Grundlage dieser tiefsitzenden Markenkenntnis ganz subtil erschließen.

Einige Tools dafür

logo54 für die Marken von StarWars, Nintendo, Harry Potter, Ferrari und anderen.

(StarWars)

Yahoo Logo
Ferrari Logo
(Klick führt zur größeren Version)

gute Adresse für professionelle und kostenlose Brand-Typographien: 1001fonts.com
Cola disney.png
richtig viele – mehr oder weniger gute – Logos gibt es beim Logomaker (einige mit Grafik), mehr stehen in der kompletten Liste


der Klassiker im Netz: Logos im Google-Stil gibt es nach der Pleite von logogle.com bei googlefont.com. Leider sind die Bilder nicht besonders gut.
google

eine Reise an die Grenzen der Wörter :: Alex Gopher – the Child (R: Antoine Bardou-Jacquet)

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Was Bardou-Jacquet hier in Szene gesetzt hat ist die Erfindung der Synthese von Schrift und Film, die Vorteile beider Medien kongenial kombiniert: Aus dem Film stammen die Elemente des Plots, der Figuren, der Dialoge, des Spannungsbogens und natürlich der Visualisierung in Form bewegter Bilder. Aus der Symbolwelt der Schrift stammen die Akteure, Autos, Häuser, Brücken und Straßen – deren visuelle Repräsentation ausschließlich aus geschriebenen Wörtern besteht. Die Typographie der einzelnen visuellen Elemente korrespondiert mit ihrer Bedeutung und bildet so eine dritte Ebene des zeichenhaften neben Film und Schrift. Das ist medienwissenschaftlich interessant, wenn es um Codes und Symbole, referentielle Zeichen und die Unmittelbarkeit filmischer Visualisierung geht. Vor allem aber ist es ziemlich innovativ und inspirierend zu sehen, welches Potenzial darin steckt, in diesem Buchfernen Medium Musikvideo die Wörter selbst zu den Repräsentanten filmischen Erlebens zu machen. Alles, was dem filmischen Blick zum Opfer fällt – Gedanken, Bewertungen, Beschreibungen – muss im Film ins Off verlagert oder eben rausgestrichen werden. Hier finden Sie ihren zentralen Platz, weil die Worte selbst es sind, die zu visuellen Symbolen werden. Für Germanisten, Kulturwissenschaftler und Musikvideofans gleichermaßen beeindruckend.
Das Video wurde übrigens in 2004 Düsseldorf ausgestellt: Als eines der 100 einflussreichsten Videos der Geschichte.
Es gibt auch einen Zeichner, der sich die Idee zu eigen gemacht hat. Seine sehenswerten Wortschöpfungen finden sich auf seiner Homepage.
//mehr in der Musikvideodatenbank Clipzoot

//Video anschauen bei der Produktionsfirma partizan

Wörter im Netz :: ein paar Steingruben für Künstler

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Ein Reimautomat findet sich unter www.rhymer.com. Der Nutzer gibt ein Wort ein, der Rhymer findet englische Reimwörter. Für alle erinnerungsgeplagten Dichter dieser Welt. Und für die nostalgischen hat das Netz auch etwas parat: Das OTR Network: Originalaufnahmen von Nachkriegsradiosendungen aus Amerika. Gäste wie Humphrey Bogart oder Orson Welles im Interview bei den Radiogrößen der alten Zeit. Rund 12.000 Sendungen frei abrufbar im Archiv, natürlich kostenlos.
Ein Beitrag für das papierlose Büro kommt von Staedler: Dort kann man per Internet eine Notiz versenden. Ob das alles war? Ja. Allerdings handelt es sich um eine Notiz, die man zwar weltweit eintippen kann, die aber dann Bleistift und in Handschrift geschrieben, in einen Brief gepackt und quer durch Australien geschickt wird. Stichwort: Wiedererweckung der Tradition in neuem Kleid.
Kann man übrigens auch zum nächsten Werkzeug sagen. Stellen Sie sich vor: Jemand nimmt sich eine Logo, schreibt drei Wörter alternierend an die Ränder, sagen wir so 500 Mal, und zieht dann das Logo weg. Wer sich´s nicht vorstellen kann, sollte es sich anschauen: Weg vom bösen Trademark, hin zum soliden Wortsalat.