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Artikel in der Kategorie 'Fixiertes'

Spaß mit Typographie :: Tools zum Trademarks-Nachbauen

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Man kennt diese T-Shirts, auf denen Fuck statt Ford steht. Ich will da jetzt keine Lanze für brechen.
Aber diese Designidee belegt, wie sehr allein die Form des Trademarks eine eigene Aussagedimension enthält. Das ist typographisch ein alter Hut, aber die veränderten Trademarks beeindrucken trotzdem mehr als typographische Diskurse: Die Marke wird intuitiv im Betrachter seziert. Künstler können damit spielen, dass Form und Inhalt kontrastieren und sich neue Bezüge auf Grundlage dieser tiefsitzenden Markenkenntnis ganz subtil erschließen.

Einige Tools dafür

logo54 für die Marken von StarWars, Nintendo, Harry Potter, Ferrari und anderen.

(StarWars)

Yahoo Logo
Ferrari Logo
(Klick führt zur größeren Version)

gute Adresse für professionelle und kostenlose Brand-Typographien: 1001fonts.com
Cola disney.png
richtig viele – mehr oder weniger gute – Logos gibt es beim Logomaker (einige mit Grafik), mehr stehen in der kompletten Liste


der Klassiker im Netz: Logos im Google-Stil gibt es nach der Pleite von logogle.com bei googlefont.com. Leider sind die Bilder nicht besonders gut.
google

eine Reise an die Grenzen der Wörter :: Alex Gopher – the Child (R: Antoine Bardou-Jacquet)

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Was Bardou-Jacquet hier in Szene gesetzt hat ist die Erfindung der Synthese von Schrift und Film, die Vorteile beider Medien kongenial kombiniert: Aus dem Film stammen die Elemente des Plots, der Figuren, der Dialoge, des Spannungsbogens und natürlich der Visualisierung in Form bewegter Bilder. Aus der Symbolwelt der Schrift stammen die Akteure, Autos, Häuser, Brücken und Straßen – deren visuelle Repräsentation ausschließlich aus geschriebenen Wörtern besteht. Die Typographie der einzelnen visuellen Elemente korrespondiert mit ihrer Bedeutung und bildet so eine dritte Ebene des zeichenhaften neben Film und Schrift. Das ist medienwissenschaftlich interessant, wenn es um Codes und Symbole, referentielle Zeichen und die Unmittelbarkeit filmischer Visualisierung geht. Vor allem aber ist es ziemlich innovativ und inspirierend zu sehen, welches Potenzial darin steckt, in diesem Buchfernen Medium Musikvideo die Wörter selbst zu den Repräsentanten filmischen Erlebens zu machen. Alles, was dem filmischen Blick zum Opfer fällt – Gedanken, Bewertungen, Beschreibungen – muss im Film ins Off verlagert oder eben rausgestrichen werden. Hier finden Sie ihren zentralen Platz, weil die Worte selbst es sind, die zu visuellen Symbolen werden. Für Germanisten, Kulturwissenschaftler und Musikvideofans gleichermaßen beeindruckend.
Das Video wurde übrigens in 2004 Düsseldorf ausgestellt: Als eines der 100 einflussreichsten Videos der Geschichte.
Es gibt auch einen Zeichner, der sich die Idee zu eigen gemacht hat. Seine sehenswerten Wortschöpfungen finden sich auf seiner Homepage.
//mehr in der Musikvideodatenbank Clipzoot

//Video anschauen bei der Produktionsfirma partizan

Nackte Kunst :: innovative Ansätze

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Eine Reihe von angezogenen Frauen. Bewegt man die Maus, ist plötzlich die nackt, auf der der Mauszeiger ruht. Ein Männertraum? Vor allem eine ziemlich gute Bebilderung der Beziehung von Kleidung und Mensch. Denn bald wird klar: Die Nackten sind authentischer, weniger in einer Rolle und klarer sie selbst. Aber das geht über den Pathos des Idealisten hinaus: Das Dilemma der Wirkung von Kleidung ist ja, dass wir kaum auf sie verzichten können. So wird Nacktheit die einzige Kleidung, die unter den Bekleideten auffällt. Das Ablegen der Rolle wird zur diskriminierendsten aller Rollen, solange es nur einer macht.

Nachtrag: Die Seite ist scheinbar im Rahmen einer Zensurmaßnahme der Finnen vom Netz genommen. Die, für die das Kunst war, können sich jetzt mit dem paradoxen Zensursystem befassen, das andere Seiten durchgehen lässt (ich sage jetzt nicht, welche).

Ich kann auch ganz anders :: eine ambitionierte Sammlung der schlechtesten Plattencover

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Kunst, Kunst, Kunst. Ja, was denn noch?

Ist denn nicht irgendwie alles Kunst?

Nein, es ist nicht alles Kunst.

Und hier, hier und hier finden sich drei Seiten gute Argumente dafür. Als besonders perfide Zusammenstellung sei noch diese Seite empfohlen. Bewährt hat sich diesbezüglich auch die britische Sun, die zielsicher das Übelste an Plattencovern auswählt, was je am Markt war (ohne dabei zu realisieren, dass das Coverfoto des Artikels die Country Church-Jungs sind, eine Persiflage der britischen Komiker Monty Python). Und dann gibt es noch die ganz große Liste der Top100 - über die man sich aber streiten kann, weil einige Sachen schon verdammt nah an echter Kunst vorbeischrammen.

Und wo wir schonmal dabei sind: Wer das ganze bewegt bestätigt haben möchte, könnte bei der Videosuche rechts oben mal “prinzen wer ist der typ” eingeben. Drei Minuten mit Mehrwert.

Wörter im Netz :: ein paar Steingruben für Künstler

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Ein Reimautomat findet sich unter www.rhymer.com. Der Nutzer gibt ein Wort ein, der Rhymer findet englische Reimwörter. Für alle erinnerungsgeplagten Dichter dieser Welt. Und für die nostalgischen hat das Netz auch etwas parat: Das OTR Network: Originalaufnahmen von Nachkriegsradiosendungen aus Amerika. Gäste wie Humphrey Bogart oder Orson Welles im Interview bei den Radiogrößen der alten Zeit. Rund 12.000 Sendungen frei abrufbar im Archiv, natürlich kostenlos.
Ein Beitrag für das papierlose Büro kommt von Staedler: Dort kann man per Internet eine Notiz versenden. Ob das alles war? Ja. Allerdings handelt es sich um eine Notiz, die man zwar weltweit eintippen kann, die aber dann Bleistift und in Handschrift geschrieben, in einen Brief gepackt und quer durch Australien geschickt wird. Stichwort: Wiedererweckung der Tradition in neuem Kleid.
Kann man übrigens auch zum nächsten Werkzeug sagen. Stellen Sie sich vor: Jemand nimmt sich eine Logo, schreibt drei Wörter alternierend an die Ränder, sagen wir so 500 Mal, und zieht dann das Logo weg. Wer sich´s nicht vorstellen kann, sollte es sich anschauen: Weg vom bösen Trademark, hin zum soliden Wortsalat.

ASCII-O-Matic :: eine Ode an die gute alte Ascii-Grafik

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Damals waren Grafiken noch kunstvoll aus einzelnen Buchstaben zusammengestückt. Heute liest eine Schnittstelle im Web jedes beliebige Bild ein baut daraus in Sekunden das Ascii Bild. Als Erinnerung trotzdem nett: typorganism ASCII O-Matic.

exactitudes :: Fotoprojekt über Kleidung und soziale Gruppe

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Ein sehr inspirierendes Fotoprojekt kommt aus Rotterdam:

Rotterdam-based photographer Ari Versluis and stylist Ellie Uyttenbroek have worked together since October 1994. Inspired by a shared interest in the striking dress codes of various social groups, they have systematically documented numerous identities over the last 8 years.

Die Bilder sind statisch konzipiert und folgen einem strengen Aufbau, der etwas an die Fotocollagen der Bechers aus Düsseldorf erinnert. Auch die vielschichte Aussagekraft der Industriebilder lässt sich auf die Portraits übertragen: Die Seele, die das Individuum scheinbar durch Parallelisierung mit Gleichartigen erfährt, wird grade durch die Ähnlichkeit des Schemas wieder aufgehoben. Die Hohlheit des Dresscode, der erst durch die Zusammenstellung als solcher erkenntlich wird, gibt den Blick frei auf die Person hinter der Kleidung. Spannend.

zeig mir Fotos mit dieser Kernfarbe :: innovative Farberfahrung

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Farbe, Fotographie, Interaktives, Verweise auf Fotographie, Verweise auf Kunst, alle Posts, interaktive Netzkunst

Es klingt ein bißchen verrückt: Aus abertausenden unter der CreativeCommons lizensierten Fotos trifft das Tool Flickr Color Selectr in Echtzeit eine Auswahl auf Basis der Grundfarbe. Jeder noch so feiner Grüntonunterschied bringt eine neue Auswahl, die hervorragend genau diesen Grünton repräsentiert. Ein neuer Weg, Farbe zu begreifen und Fotos dadurch unter einem neuen Licht zu sehen. Mit diesem Tool werden Fotos nicht mehr nur Form für Farbe, sondern ordnen sich der Farbe als gestalterischem Mittel unter. Das ist ganz schön interessant.

Und hat einige andere Projekte auf die Idee gebracht: IStockPhoto.com zum Beispiel, die professionelle Fotos an Desktop-Publisher verkaufen (relativ günstig, nebenbei gesagt): Dort kann man Fotos anhand der Farbe suchen. Und falls man die Fotos nicht weiterverwenden will, gibt es ein drittes Tool, das noch ein bißchen schicker umgesetzt ist.

Joyride
[Joyride] click to jump to Flickr

Felici Varini :: Architektur trifft geometrische Zeichnung

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Kurzweilig, interessant konzipiert, herausragend umgesetzt: Felici Varini hat in seinem Fotoprojekt die Geometrie mit der Architektur verschmolzen: Bemalungen auf den Innenwänden von Räumen ergeben aus einer ganz spezifischen Perspektive geometrische Ordnungen und zerspringen aus allen anderen Perspektiven betrachtet in ihre Einzelteile. Eine schönes Werk über die Integrität von Figur im Raum.