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Artikel in der Kategorie 'Interaktives'

visual accustics :: Malen mit Instrumenten

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Die Visualisierung von Tönen hat eine lange Geschichte in der multimedialen Kunst und visual accustics ist ein Projekt, was man sich unbedingt näher anschauen sollte: Das flash-basierte Interface wandelt Mausbewegungen gleich dreifach um: In die Töne ausgewählter klassischer Instrumente (gottlob bricht jemand mal das Tabu, in Multimediakunstwerken analoge Instrumente einzusetzen), in Farbspektren, die sich über den Bildschirm ziehen und in Instrumentabhängige animierte Visuals, die sich wie Wellen über die Spielfläche ausbreiten. Ein intuitiv fassbares Gefühl des Haptischen, dass sich im Auditiven und Visuellen übersetzt zeigt. Gelungen! (Zur Erinnerung: Es gibt auch Pferde und Damen, die sich seit Jahren daran versuchen.)

oh, bitte klick mich :: der Mauszeiger und die Netzkunst

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Gut, gut, das sind alles keine großen Werke. Aber witzig ist es allemal, wenn der Hase in einer Denkblase die Maus als Karotte imaginiert und sich dann auf die Jagt macht. Witziger, dafür weniger ästhetisch als mainthedark, wo ein Menschenkörper sich unter dem Mauszeiger manifestiert und ihm bei jeder Bewegung folgt. Und dann ein Auge, dass kleine Objekte durch den Raum fliegen lässt, indem noch ein einzelner Stuhl steht. Um das Ganze nicht zu verschroben werden zu lassen: Schaut Euch doch abschließend das Hübschchen von AXE an: Die Frau, die sofort und trotz leichter Varianz der Bewegung recht planbar reagiert. Naja. Künstler: Lasst Euch anregen. Bisher war noch nichts umwerfendes dabei.

Phönix aus der Asche :: das Malen in Zeiten der Digitalisierung

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Gut, es ist nicht ernst gemeint, aber witzig. Kaum ein Medium ist in seiner lineare, konsequent zweidimensionalen Art so geeignet, im Internet prozedural auseinandergenommen zu werden, wie die Malerei: Leistet art.com mit seinem Werkzeug artpad noch einen Beitrag zum Verstehen des Malprozesses, indem ein dreidimensionaler Pinsel über bereits gemalte Bilder fliegt und den Schaffensprozess zum Zentrum macht, so suggeriert Mr. Picassohead in seiner Galerie eine handvoll hübsch geschwungener Fragmente, die vom Benutzer wild durcheinander kombiniert und eingefärbt werden können, als ausreichend um den Eindruck eines gelungenen Bilds zu erzeugen. Etwas realistischer ist da schon Crayola
: Hier kann man einigermaßen übliche Werkzeuge benutzen, die auch noch überraschend echt aussehen. Die Malerei hat es nicht leicht in Zeiten des digitalen Bildes. neave imagination gibt ihr sogar das Zeug zur dritten Dimension. Das ist gleichermaßen überraschend gut gelungen wie völlig entfernt von jeder bleibenden Kunst. Mal sehen, wie die nächsten Auseinandersetzungen mit dem Metier ausfallen. Noch schlägt sie sich wacker, die alte Malerei. Nur Projekte wie das grandiose mikons.com, das eine wirklich intuitive Plattform zur Erstellung eigener Symbole und Logos ist, geben einen Eindruck davon, was für Potenzial in dem Medium steckt. Gut: Das ist auch eher Grafikdesign als Malerei. Aber immerhin.

BioMotionLab1.8 :: ein paar Striche werden zum Menschen

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Das Projekt kommt von der Queens University in Kingston, der Direktor ist ein Deutscher aus Bochum, Nikolaus Troje. Mit seinem Team hat er BioMotionLab1.8 entwickelt, ein Tool, das menschliche Bewegungen mit Strichmännchen nachahmt. Das haben die Leute mittlerweile so gut raus, dass sie das Strichmännchen nicht nur weiblich und männlich, sondern auch schlank und dick, gehetzt und entspannt oder fröhlich und traurig animieren können. Wohlgemerkt: Es geht um Striche. Schaut es Euch an.

BMLwalker

conclave obscurum :: webdesign meisterwerke

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Gar nicht viel zu conclave obscurum zu sagen: Nahe am perfekten Webdesign in der Synthese zur Netzkunst. Der Eingangsscreen heißt übrigens “Wie spät ist es”. Fast alles ist interaktiv und nichts sagt Bescheid. Ganz großes Grafikdesign.

zeig mir Fotos mit dieser Kernfarbe :: innovative Farberfahrung

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Es klingt ein bißchen verrückt: Aus abertausenden unter der CreativeCommons lizensierten Fotos trifft das Tool Flickr Color Selectr in Echtzeit eine Auswahl auf Basis der Grundfarbe. Jeder noch so feiner Grüntonunterschied bringt eine neue Auswahl, die hervorragend genau diesen Grünton repräsentiert. Ein neuer Weg, Farbe zu begreifen und Fotos dadurch unter einem neuen Licht zu sehen. Mit diesem Tool werden Fotos nicht mehr nur Form für Farbe, sondern ordnen sich der Farbe als gestalterischem Mittel unter. Das ist ganz schön interessant.

Und hat einige andere Projekte auf die Idee gebracht: IStockPhoto.com zum Beispiel, die professionelle Fotos an Desktop-Publisher verkaufen (relativ günstig, nebenbei gesagt): Dort kann man Fotos anhand der Farbe suchen. Und falls man die Fotos nicht weiterverwenden will, gibt es ein drittes Tool, das noch ein bißchen schicker umgesetzt ist.

Joyride
[Joyride] click to jump to Flickr

Science of sheep :: die verrückte Idee des Crowdsourcing und die Antwort der Kunst

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Crowdsourcing heißt: Delegieren von Aufgaben, die Maschinen nicht können und für die das eigene Personal zu schade ist an Menschen, die dafür bereit sind. Die werden liebevoll crowd genannt und arbeiten beim Branchenpionier und Amazon-Projekt mechanical turk an blödsinnigen bis stupiden Jobs für einen lächerlichen Lohn.

Aaron Koblin, Designstudent an der University of California, hat eine künstlerischen Feldversuch gestartet: 10.000 Schafe seien zu zeichnen, hat er über amazon mechanical turk verlauten lassen. Er zahle 0,69$ pro Stunde.
Was soll man sagen? Er hat es geschafft. Und das Ergebnis hat sich sogar richtig gelohnt. Nicht nur gesellschaftsmetaphorisch, auch gestalterisch. Willkommen bei thesheepmarket.com.