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Artikel in der Kategorie 'Form'

Stifte schneiden schärfer :: ein paar minimalistische Animationen

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien alle Posts, Narration, Animation, digitale Welten, Form

Erinnert sich noch jemand an diese animierten Karatestrichmännchen? Der Plot war damals schon zweitrangig, aber die Ästhetik doch ganz ansprechend. Naja: Dude Falling ist so ähnlich. Ein gezeichneter Klops fällt einen angedeuten Abhang herunter. Oder das animierte Video zu “Smoking cigarettes at your doorstep” von den Whites Stripes: Ein narratives Video auf die Archetypen der Ikonographie reduziert. Seltsam nur, dass alle diese Filme einen so morbiden Charakter haben..
Ach, Moment, ja: Den gibt´s ja auch noch. Nur um die Statistik wieder auszugleichen.

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Phönix aus der Asche :: das Malen in Zeiten der Digitalisierung

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Authentizität, interaktive Netzkunst, alle Posts, beste Posts, Verweise auf Malerei, Form, digitale Welten, Verweise auf Kunst, Farbe

Gut, es ist nicht ernst gemeint, aber witzig. Kaum ein Medium ist in seiner lineare, konsequent zweidimensionalen Art so geeignet, im Internet prozedural auseinandergenommen zu werden, wie die Malerei: Leistet art.com mit seinem Werkzeug artpad noch einen Beitrag zum Verstehen des Malprozesses, indem ein dreidimensionaler Pinsel über bereits gemalte Bilder fliegt und den Schaffensprozess zum Zentrum macht, so suggeriert Mr. Picassohead in seiner Galerie eine handvoll hübsch geschwungener Fragmente, die vom Benutzer wild durcheinander kombiniert und eingefärbt werden können, als ausreichend um den Eindruck eines gelungenen Bilds zu erzeugen. Etwas realistischer ist da schon Crayola
: Hier kann man einigermaßen übliche Werkzeuge benutzen, die auch noch überraschend echt aussehen. Die Malerei hat es nicht leicht in Zeiten des digitalen Bildes. neave imagination gibt ihr sogar das Zeug zur dritten Dimension. Das ist gleichermaßen überraschend gut gelungen wie völlig entfernt von jeder bleibenden Kunst. Mal sehen, wie die nächsten Auseinandersetzungen mit dem Metier ausfallen. Noch schlägt sie sich wacker, die alte Malerei. Nur Projekte wie das grandiose mikons.com, das eine wirklich intuitive Plattform zur Erstellung eigener Symbole und Logos ist, geben einen Eindruck davon, was für Potenzial in dem Medium steckt. Gut: Das ist auch eher Grafikdesign als Malerei. Aber immerhin.

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exactitudes :: Fotoprojekt über Kleidung und soziale Gruppe

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien alle Posts, Fotographie, Soziales, Form

Ein sehr inspirierendes Fotoprojekt kommt aus Rotterdam:

Rotterdam-based photographer Ari Versluis and stylist Ellie Uyttenbroek have worked together since October 1994. Inspired by a shared interest in the striking dress codes of various social groups, they have systematically documented numerous identities over the last 8 years.

Die Bilder sind statisch konzipiert und folgen einem strengen Aufbau, der etwas an die Fotocollagen der Bechers aus Düsseldorf erinnert. Auch die vielschichte Aussagekraft der Industriebilder lässt sich auf die Portraits übertragen: Die Seele, die das Individuum scheinbar durch Parallelisierung mit Gleichartigen erfährt, wird grade durch die Ähnlichkeit des Schemas wieder aufgehoben. Die Hohlheit des Dresscode, der erst durch die Zusammenstellung als solcher erkenntlich wird, gibt den Blick frei auf die Person hinter der Kleidung. Spannend.

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conclave obscurum :: webdesign meisterwerke

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Audiokunst und Klang, alle Posts, Webdesign, Animation, Form, Farbe

Gar nicht viel zu conclave obscurum zu sagen: Nahe am perfekten Webdesign in der Synthese zur Netzkunst. Der Eingangsscreen heißt übrigens “Wie spät ist es”. Fast alles ist interaktiv und nichts sagt Bescheid. Ganz großes Grafikdesign.

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Felici Varini :: Architektur trifft geometrische Zeichnung

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Architektur, alle Posts, Fotographie, Raum, Verweise auf Zeichnen, Verweise auf Kunst, Form

Kurzweilig, interessant konzipiert, herausragend umgesetzt: Felici Varini hat in seinem Fotoprojekt die Geometrie mit der Architektur verschmolzen: Bemalungen auf den Innenwänden von Räumen ergeben aus einer ganz spezifischen Perspektive geometrische Ordnungen und zerspringen aus allen anderen Perspektiven betrachtet in ihre Einzelteile. Eine schönes Werk über die Integrität von Figur im Raum.

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die Erfindung der digitalen Echtheit :: Chemical Brothers - Star Guitar (R: Michel Gondry)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien beste Posts, Authentizität, alle Posts, Natur, Raum, Form, digitale Welten, Michel Gondry, Videokunst

Eine Bahnfahrt zur Musik der Chemical Brothers. Einige Leute meinen, das sei wenig einfallsreich.
Journalisten haben geschrieben, dass dieses Video das Innovativste sei, was Michel Gondry je gemacht hat - und das über Gondry zu sagen, heißt schon Einiges.

Also, wie passt beides zusammen?

(Videosuche rechts oben)

Es gibt da etwas, das vielen entgeht: :: weiterlesen :: »

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Perversion der Ordnung :: Gary Jules - Mad World (R: Michel Gondry)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Raum, Natur, alle Posts, Verweise auf Kunst, Michel Gondry, Form, Soziales, Verweise auf Zeichnen, Videokunst

(Videosuche rechts oben)
Es ist ein relativ unbekanntes Video von Michel Gondry. Jedenfalls, was Zusammenschnitte seiner größten Werke oder Ausstellungen über Videokunst angeht. Trotzdem ist es einen Blick wert: Für den melancholischen Song Mad World von Gary Jules hat Gondry eine kongeniale Bildwelt kreiert: Die Szenerie ist ein Schulhausdach. Kein Ortswechsel im Video, kein einziger Schnitt. Nur eine Kamera, die sich über die Ballustrade lehnt und nach links und rechts schaut. Links entdeckt sie Gary Jules, der auf die Straße schaut und rechts, viel später, auf dem ganz leeren Dach in der hintersten Ecke, einen Pianisten. Und während Gary Jules singt

The dreams in which I´m dying are the best I´ve ever had.

blickt die Kamera auf die Straße, auf der völlig surreale Szene ablaufen: Haufen von Passanten organisieren sich nach einer hochinnovativen Choreographie in archetypischen Formen: Haus, Hund, Vogel, Gesicht. Interessant daran: Das absurde, künstlerisch-tänzerische, surreale bringt der Szene kein Leben, widerlegt die Liedzeilen nicht, sondern unterstreicht sie. - Denn in der Geplantheit ihrer Choreographie werden Sie zum Sinnbild des Nichtlebens - dessen, was Gary Jules meint, als er singt:

When people run in circles its a very very mad world.

Es ist nur ein weiterer von Gondrys cleveren Einfällen, dass Jules gelangweilt vom Dach jener Institution schaut, die Menschen der Choreographie der Gesellschaft näherbringen soll: Der Schule.

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