babbel.com - Einfach sprachen lernen.

Artikel in der Kategorie 'beste Posts'

Rorschachwahnsinn :: Gnarles Barkley - Crazy (R: Robert Hales)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Verweise auf Malerei, Verweise auf Kunst, beste Posts, Authentizität, alle Posts, Themen, Assoziatives-Surreales, andere Musikvideoregisseure, digitale Welten, Form, Animation, Soziales, Bewegtes, Verweise auf Zeichnen, Videokunst

Verrücktsein heißt: Sich in den Tintenklecksbildern, die Freud als Rorschachtest berühmt gemacht hat, ständig selbst singen sehen. So geschehen bei Gnarls Barkley, der ein herausragendes Video zwischen Animation und Fotographie, zwischen Selbstbezug und Assoziation und zwischen Eingängigkeit und dem Puls der Erzählung gebaut hat: Ein einziger, völlig durchgeknallter Rorschachtest entwickelt sich ständig neu. In jedem Einzelnen ist der singende Gnarls Barkley zu sehen. Und damit das Ganze nicht langweilig wird, entwickeln sich die Tintenklekse immer komplexer, werden belebter, referenzieren auf den gesungenen Text und bleiben doch, was sie sind: Von einer beinah ästhetischen Abstraktheit geleitete, außerordentlich kunstvolle, aber eben doch: schwarz-weiße Tinteklekse.

Das Video gibt´s hier.

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb

Raben, Wüste und ein neues Image :: Madonna - Frozen (R: Chris Cunningham)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien beste Posts, Chris Cunningham, alle Posts, Natur, Raum, Farbe, Bewegtes, Assoziatives-Surreales, Videokunst

You only see what your eyes want to see
How can life be what you want it to be
You´re frozen
When your heart´s not open.

Es war in der Wüste. Madonna hatte Chris Cunningham engagiert, einen weltbekannten Musikvideoregisseur. Und sie wollte etwas Pures, Warmes. Das ganze Set reist in die Wüste und erst dort wird klar: Das Wetter macht nicht mit. Das Licht ist anders als erwartet. Das Video kann nicht so werden, wie geplant. Vor Ort bittet Cunningham um freie Hand und Madonna gewährt. Das Ergebnis findet Cunningham gut, aber Madonna lehnt eine Veröffentlichung ab. Das sei nicht ihr Image, das sei nicht sie, das passe nicht zur ihr. Das ganze Video sei ein Reinfall gewesen. Nur mit viel Geduld kann sie überredet werden, den Clip doch noch freizugeben.

Natürlich ist die Pointe: Der Film schlägt ein wie eine Bombe. Er verhilft Madonna zum neuen Image, ihre CD Verkäufe explodieren, das Video wird Clip des Jahres bei MTV - das ist eine der wichtigsten Auszeichnungen der Szene. Im Nachhinein halten viele das Video für das gelungendste, was Madonna je hat produzieren lassen.

Das Video ist düster, mystisch, arbeitet kaum mit Farben, fokussiert sich auf Schatten von schwarz und ocker. Schwarze Tücher schleichen von allein durch Wüstensand, schwarze Vögel erheben sich in die dunkle Luft, ein schwarzer Hund rennt auf brüchigem Boden, Wolken rasen über den Himmel und tauchen im Zeitraffer den Tag in das Schwarz der Nacht. Das ist Cunningham in einer ungewohnt poetischen Weise und für Madonna wirklich neues Terrain. Den ganze Clip hält eine tiefe, düsterblaue Ruhe zusammen, die der schwarzgewandeten Protagonistin Madonna eine morbide Mystik gibt. Ein Video auf dem Grad zwischen sinnlich-dunkler Ästhetik und surrealen Traumbildern, die der Härte von Wüstenboden und Schwarztönen eine Weichheit geben, welche Cunningham selten erreicht. Aus dieser Spannung zieht der Clip seine ästhetische Qualität.

(Musikvideosuche rechts oben)

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb

ein alter Mann geht ab :: Fatboy Slim - Weapon of Choice (R: Spike Jonze)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Tanz, alle Posts, Spike Jonze, beste Posts, Bewegtes, Raum, Videokunst

Eins der bekanntesten Musikvideos von Spike Jonze: Ein älterer Mann sitzt im Sessel eines ehrwürdigen Hotels, steht unvermittelt auf - und fängt an völlig durchgedreht durch die Gänge und Hallen des Hotels zu tanzen. Der Tänzer ist übrigens Hollywoodstar Christopher Walken. Viel mehr ist nicht zu sagen: Äußerst cool.

(Musikvideosuche rechts oben)

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb

visueller Meilenstein für das Wesen des Moments :: The Rolling Stones - Like a Rolling Stone (R: Michel Gondry)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Zeit, beste Posts, Authentizität, alle Posts, Raum, Verweise auf Fotographie, digitale Welten, Michel Gondry, Verweise auf Kunst, Videokunst

Es war so etwas wie der Ritterschlag, meint der Regisseur, als die Rolling Stones auf ihn zukamen, um ihn um ein Video zu bitten. Dabei war Michel Gondry seit Björk ihn als Unbekannten zu einem Video verpflichtete - sie hatte seine Arbeiten für seine eigene Band Oui Oui gesehen - bereits eine Legende der Musikvideokunst. Für die Stones jedenfalls hat er sich wieder etwas neues einfallen lassen: Eine technische Spielerei zwischen Still und Film. Die Bilder frieren ein, während die Kamera weiterfährt oder schieben sich wie betrunken ineinander. Die Techik hat Gondry erfunden und - so sagt er - die Band war zufrieden.
Für den Zuschauer kommt neben dem technischen Aha einiges rüber: Gondry hat wieder mal einen Film über das Wesen der Zeit gemacht. Einen wirklich guten.

(Videosuche rechts oben)

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb

die visuelle Transzendierung von Zeit und Raum :: Cibo Matto - Sugar Water (R: Michel Gondry)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Zeit, beste Posts, Authentizität, alle Posts, Raum, Narration, digitale Welten, Bewegtes, Michel Gondry, Videokunst

Das Video kommt ziemlich seltsam daher: geteilter Bildschirm, zwei verschiedene Geschichten, die beide ziemlich schlecht konstruiert aussehen. Kaum Bilddynamik. Michel Gondry selbst hat Sugar Water einmal als sein aufwändigstes und bestes Video bezeichnet. Was soll das?

Wenn man genau hinschaut, fällt Einiges auf: Es gibt keinen Schnitt, das ganze Video ist ein sogenannter One-Shot. Ja, nicht “beide Videos”. Denn das linke und das rechte Video sind identisch - das eine läuft vorwärts und das andere rückwärts. Sie erzählen die Parallelität einer Geschichte, die jenseits von Zeit geschieht: In allen Einzelbildern korrespondieren die Handlungen. Immer wieder greifen Sie ineinander ein - als Erinnerung: die Katze, die Schriftzeichen. Das eine Video ist so perfekt choreographiert, dass es den Eindruck erweckt, zwei Geschichten zu erzählen, mehr noch: Eine stetig verbundene Geschichte an zwei Orten.
Was Gondry hier vorführt kann gelesen werden als Symbol für die Konvergenz von Zeit und Raum: Der vermeintlich zweigeteilte Raum entpuppt sich als zeitliches Konstrukt. Die Zeit selbst scheint aufgehoben, wo der rückwärtslaufende Film mit dem vorwärtslaufenden Film interagiert. Ja, beide Dimensionen scheinen sich selbst aufzulösen, denn beides - die parallele Zeit und der parallele Raum sind Illusionen eines einzigen Bandes, einer einzigen, linearen Kamera, die sich äußerst geschickt rückverbindet zum ersten Raum und zum Ende der Zeit.

(Videosuche rechts oben)

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb

Autos, Alkohol und Jesus :: UNKLE - Rabbit in your Headlights (R: Jonathan Glazer)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Authentizität, Jonathan Glazer, alle Posts, beste Posts, Narration, Soziales, Bewegtes, Videokunst

(Videosuche rechts oben)

Eins der ganz großen Musikvideos, prämiert in zahlreichen Ausstellungen, oft zitiert und einer der Gründe, warum Jonathan Glazer jetzt als einer der großen Musikvideoregisseure gehandelt wird.

Der Plot: Ein scheinbar verwirrter Mann geht durch einen Tunnel voller Autos, der Kamera hinterher. Autos hupen, er wird angefahren, diskutiert mit Fahrzeuginsassen. Mehr nicht.

Was das Video zu einem beeindruckenden Stück Kunst macht, steht zwischen den Zeilen: Die Konsequenz, mit der Glazer die Realität der Szenerie einfängt - kein Zeit- oder Ortswechsel, kein Beleuchtungswechsel, aber vor allem: Das Hupen, die Monologe und Diskussionen mit den Fahrgästen, die Glazer in die Musik gemischt hat. Er selbst sagt dazu in einem Interview, von dem Ausschnitte hier zu lesen sind:

Bilder allein reichten nicht um die ganze Reise zu vermitteln, die der Mann unternimmt. Man muss fühlen oder hören wie sein Gehirn arbeitet. Das war etwas ungewöhnlich, denn viele Künstler würden nicht dulden, dass man sich an der Musik zu schaffen macht. Mir gefällt die Vorstellung, mich in die Musik einzumischen.

Tatsächlich war der Eingriff des Musikvideoregisseurs in die Musik des Künstlers ein

Novum in der Geschichte des Musikvideos. (Prodigy hat das mit seinem umstrittenen Video zu Smack my bitch up auch umgesetzt.) Aber was steckt dahinter?
Das Video von UNKLE entwickelt eine große Sogkraft durch die Krassheit und Klarheit der Bilder - und eben durch diese völlig ungewohnten Stilmittel, die dem Geschehen einen ganz neuen Grad von Ehrlichkeit geben. Und dann, ganz am Ende dieses durch und durch naturalistisch gehaltenen Videos, der Bruch: Der Mann, etliche Male angefahren, bleibt stehen. Zieht sein Hemd aus. Öffnet die Arme wie Jesus. Ein Auto rast von hinten auf ihn zu. Der Mann lacht. Und in einer riesigen Feuerwolke explodiert das Auto an seinem Rücken.
Metaphorisch vielschichtig ist dieses Video. Die Jesus-Symbolik liegt nah, aber es könnte genauso die letzte Vision des Sterbenden Obdachlosen festgehalten sein oder der Tagtraum, den dieser von seinem Weg durch den Tunnel hat. In jedem Fall visualisiert Glazer die Grenze zwischen Gedachtem und Erkanntem auf eine außerordentlich innovative Weise - auch hier gibt es eine Parallele zum erwähnten Prodigy-Video. Seine Innovation steckt in dem Rückbezug des Videos auf die absolut naturalistische Narration und dem Bruch, mit dem Glazer zehn Sekunden vor Ende des Clips alles wieder in ein Reich der Assoziationen zurückinterpretiert. Ein großartiges Video. Unbedingt anschauen.

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb

eine Reise an die Grenzen der Wörter :: Alex Gopher - the Child (R: Antoine Bardou-Jacquet)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Authentizität, beste Posts, Typographie, Literatur, Lyrik, Wörter, alle Posts, Raum, Verweise auf Typographie, Form, digitale Welten, Animation, Verweise auf Kunst, Videokunst

Was Bardou-Jacquet hier in Szene gesetzt hat ist die Erfindung der Synthese von Schrift und Film, die Vorteile beider Medien kongenial kombiniert: Aus dem Film stammen die Elemente des Plots, der Figuren, der Dialoge, des Spannungsbogens und natürlich der Visualisierung in Form bewegter Bilder. Aus der Symbolwelt der Schrift stammen die Akteure, Autos, Häuser, Brücken und Straßen - deren visuelle Repräsentation ausschließlich aus geschriebenen Wörtern besteht. Die Typographie der einzelnen visuellen Elemente korrespondiert mit ihrer Bedeutung und bildet so eine dritte Ebene des zeichenhaften neben Film und Schrift. Das ist medienwissenschaftlich interessant, wenn es um Codes und Symbole, referentielle Zeichen und die Unmittelbarkeit filmischer Visualisierung geht. Vor allem aber ist es ziemlich innovativ und inspirierend zu sehen, welches Potenzial darin steckt, in diesem Buchfernen Medium Musikvideo die Wörter selbst zu den Repräsentanten filmischen Erlebens zu machen. Alles, was dem filmischen Blick zum Opfer fällt - Gedanken, Bewertungen, Beschreibungen - muss im Film ins Off verlagert oder eben rausgestrichen werden. Hier finden Sie ihren zentralen Platz, weil die Worte selbst es sind, die zu visuellen Symbolen werden. Für Germanisten, Kulturwissenschaftler und Musikvideofans gleichermaßen beeindruckend.
Das Video wurde übrigens in 2004 Düsseldorf ausgestellt: Als eines der 100 einflussreichsten Videos der Geschichte.
Es gibt auch einen Zeichner, der sich die Idee zu eigen gemacht hat. Seine sehenswerten Wortschöpfungen finden sich auf seiner Homepage.
//mehr in der Musikvideodatenbank Clipzoot

//Video anschauen bei der Produktionsfirma partizan

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb

visual accustics :: Malen mit Instrumenten

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Audiokunst und Klang, Verweise auf Musik, alle Posts, interaktive Netzkunst, beste Posts, Form, digitale Welten, Animation, Farbe

Die Visualisierung von Tönen hat eine lange Geschichte in der multimedialen Kunst und visual accustics ist ein Projekt, was man sich unbedingt näher anschauen sollte: Das flash-basierte Interface wandelt Mausbewegungen gleich dreifach um: In die Töne ausgewählter klassischer Instrumente (gottlob bricht jemand mal das Tabu, in Multimediakunstwerken analoge Instrumente einzusetzen), in Farbspektren, die sich über den Bildschirm ziehen und in Instrumentabhängige animierte Visuals, die sich wie Wellen über die Spielfläche ausbreiten. Ein intuitiv fassbares Gefühl des Haptischen, dass sich im Auditiven und Visuellen übersetzt zeigt. Gelungen! (Zur Erinnerung: Es gibt auch Pferde und Damen, die sich seit Jahren daran versuchen.)

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb

Phönix aus der Asche :: das Malen in Zeiten der Digitalisierung

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien Authentizität, interaktive Netzkunst, alle Posts, beste Posts, Verweise auf Malerei, Form, digitale Welten, Verweise auf Kunst, Farbe

Gut, es ist nicht ernst gemeint, aber witzig. Kaum ein Medium ist in seiner lineare, konsequent zweidimensionalen Art so geeignet, im Internet prozedural auseinandergenommen zu werden, wie die Malerei: Leistet art.com mit seinem Werkzeug artpad noch einen Beitrag zum Verstehen des Malprozesses, indem ein dreidimensionaler Pinsel über bereits gemalte Bilder fliegt und den Schaffensprozess zum Zentrum macht, so suggeriert Mr. Picassohead in seiner Galerie eine handvoll hübsch geschwungener Fragmente, die vom Benutzer wild durcheinander kombiniert und eingefärbt werden können, als ausreichend um den Eindruck eines gelungenen Bilds zu erzeugen. Etwas realistischer ist da schon Crayola
: Hier kann man einigermaßen übliche Werkzeuge benutzen, die auch noch überraschend echt aussehen. Die Malerei hat es nicht leicht in Zeiten des digitalen Bildes. neave imagination gibt ihr sogar das Zeug zur dritten Dimension. Das ist gleichermaßen überraschend gut gelungen wie völlig entfernt von jeder bleibenden Kunst. Mal sehen, wie die nächsten Auseinandersetzungen mit dem Metier ausfallen. Noch schlägt sie sich wacker, die alte Malerei. Nur Projekte wie das grandiose mikons.com, das eine wirklich intuitive Plattform zur Erstellung eigener Symbole und Logos ist, geben einen Eindruck davon, was für Potenzial in dem Medium steckt. Gut: Das ist auch eher Grafikdesign als Malerei. Aber immerhin.

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb

das Meisterwerk des Trash :: Fatboy Slim - Praise you (R: Spike Jonze)

von David Schubert. Lust auf mehr? Schauen Sie in die Kategorien alle Posts, Spike Jonze, Authentizität, beste Posts, Videokunst

Das Video gibt´s hier in der Musikvideothek von ifilm.com.

Eine Bilderbuchgeschichte: MTV hat das Video zunächst fast abgelehnt, es lange nur im Nachtprogramm laufen lassen. Irgendwann hat es sich rumgesprochen, MTV hat zähneknirschend klein beigegeben und das Video tagsüber laufen lassen. Und hat damit grade noch die Blamage vermieden, eines der künstlerisch wichtigsten Musikvideos seiner Zeit völlig zu ignorieren. Das Video erhielt 1999 den MTV Music Video Award und gilt bis heute in Kunstkreisen als eines der wegweisenden Musikvideos der 90er Jahre.

Das Ganze erinnert an den Madonna Clip Frozen, den Regiekollege Cunningham damals nur unter erheblichen Schwierigkeiten unterbringen konnte und der später zum Publikumskracher wurde und ebenfalls den MTV Preis für das beste Musikvideo erhielt. Kunst braucht manchmal Zeit.

Das Video wurde im Guerilla-Style ohne Drehgenehmigung gedreht: Spike Jonze selbst und einige Schauspieler tanzen vor überraschten Passanten vor einem Theater in Westwood in Kalifornien. Der entnervte Theaterbesitzer versucht mehrfach, ihre Audioanlage auszuschalten. Nimmt sie schließlich mit, Jonze und Konsorten holen Ersatz und tanzen weiter. Was sich genau hinter den Kulissen zugetragen hat, lässt sich im Bericht von Michael Gier nachlesen, einem der Tänzer.

So, warum ist das jetzt Kunst? :: weiterlesen :: »

Teile und Behalte:
These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • blogmarks
  • connotea
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • MisterWong
  • Netvouz
  • RawSugar
  • Reddit
  • Simpy
  • Slashdot
  • SphereIt
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wists
  • YahooMyWeb