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Artikel in der Kategorie 'Verweise auf Typographie'

Human Clock: die Uhrzeit als Kunst

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Man könnte jetzt viel philosophieren darüber, dass die Zeit dargestellt wird über Fotos, die eigentlich grade zeitlos sind, aber viel netter ist ein Blick auf die Seite, der spricht für sich selbst: Humanclock. Ich find´s großartig.

Wer noch nicht genug hat: HumanCalendar bietet das Ganze als Monatskalender.

Symbole auf Abruf :: den eigenen Claim mit einem Klick auf Kirchen, Kassetten und Medallien

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Typographische Symbole mit neuen Inhalten zu versehen ist eigentlich ein alter Hut (wir hatten´s schonmal, hier oder hier), aber immer wieder interessant. says-it.com ist ein Dienst, der das Plagiieren so einfach macht, dass es eine Freude ist. Mit einigen Klicks erhält man ziemlich beeindruckende Werke. Eine Kostprobe:


[tags]Medienkunst, Claim, Fotomontage, Logodesigner[/tags]

Typographie :: die 100 besten Schriften und 1000 umsonst

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Es soll ja noch Leute geben, die nicht glauben, das Typographie reine Kunst ist. Der Macher vom lesenswerten Fontblog hat eine Edition der besten Schriften rausgebracht und dazu eine recht informative Webseite gebastelt: Über die 100 besten Schriften der Gegenwart. Sehr lesenswert. Dummerweise kosten diese Schriften ein Heidengeld – mehrere hundert Euro für eine Neue Helvetica sind üblich. Die preiswerteren findet man dann unter 1001fonts.com. Nicht so gut, zugegeben.

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Schnecken, Schriften, Erektionen :: ein Chaosfilm von Petra Mrzyk und Jean-François Moricea

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Ein Flug durchs Weltall, an Millionen schwereloser Schnecken vorbei. Und kontrastrierend eingeblendet: eine der verdrehtesten und genialsten Typographieanimationen, die man in gegenwärtiger Musikvideokunst findet. Ja, excuse moi von Petra Mrzyk und Jean-François Moricea ist ein wirklich besonderes Video. Über das Thema des Liedes informiert sich am besten jeder selbst, aber die Ästhetik soll hier kurz aufgegriffen werden: Mrzyk und Moricea bauen aus rund 5000 typographischen Einzelarbeiten von Philippe Katerine eine Homage an die Schrift, die sich gewaschen hat. Selten so gut und kreativ animierte Typographie gesehen. Selten so fluide Typen, so passend zum Charakter der Musik, so ganz eigenständig und irgendwo zwischen High-Tech und handgemacht. Das visuelle Karussell wird begleitet von einer Musik zwischen richtig schlechtem Techno und Teenie-Pop. Und zwischen der eigentlich geschmacklosen Musik, einige tausend Schnecken, Raumschiff Enterprise und bonbonbunten Schriftgemälden findet sich wohl irgendwo die Wahrheit dieses Liedes. Vielleicht diese: Es gibt sie nicht. In einer imaginierten Welt, in der jedes Element Retorte ist und seinerseits soviel Raum im Ganzen beansprucht, dass das so geschaffene Universum nur deshalb nicht in seine Einzelteile zerberstet, weil sie die jeweils dominanten Elemente gegenseitig wegdrängen und damit im Bild stabilisieren. Es entsteht ein zusammenhangloses Bild der Ungetüme, eine Komposition der Größe im Trash, ein Werk inmitten von Pop, Porno und Videokunst. Und in diesem egozentrischen Assoziationsgewitter, so klingt es, ist es eigentlich egal, worauf man sich bezieht. Und genau darin liegt wieder eine künstlerische Wahrheit. Vielleicht eine, die näher an der Gegenwart liegt, als irgendeine sonst.

[Petra Mrzyk, Jean-François Moricea, Typographie, Animation, digital art, Medienkunst, Chaos, Schnecken, Erektion[/tags]

Marsellus Wallace wahres Gesicht :: Pulp Fiction Dialoge als Typographie-Kunst

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Was man mit Buchstaben anstellen kann, hat schon Antoine Bardout-Jaques für Alex Gopher´s “the Child” gezeigt. Der neue Geniestreich kommt von Jaratt Moody und ist die Visualisierung eines Pulp Fiction Dialogs: Samuel L. Jackson macht im Auftrag seines Chefs, des Supergangsters Marsellus Wallace, einen Typen fertig und schießt im ins Knie. Die Szene dazu ist Kult, ziemlich brutal und einer der Gründe dafür, dass Quentin Tarrantino mit dem Film weltbekannt geworden ist. Ein cleverer Typograph hat jetzt diese Sequenz in bewegten Buchstaben visualisiert. Das ist viel interessanter, als es klingt. Denn anders als in “the child” werden die Buchstaben nicht als visuelle Symbole benutzt, sondern sind emotionale Träger, obwohl sie auf ihre rudimentär Typographischen Charakteristika beschränkt bleiben (Größe, Neigung, Schriftart, etc.). Und in dieser Reduktion auf die vermeintlich formalistische Sprache der Typographie wird die ganze Wirkkraft der Worte deutlich, die ganze Mehrinformation des Ausdrucks. Entkernt vom Bild wird die Szene in eine Schriftebene zurückkatapultiert, ohne jedoch die szenischen Eigenschaften aufzugeben. Und damit findet das Werk neben der inhärenten Ästhetik eine neue Aussagekraft: Es steht als Kunstwerk genau an der Schwelle von Schrift mit ihren abstrakten Symbolen und Film mit seinen dynamischen, unmittelbaren Codes. Und noch mehr: Es verbindet beide Ebenen kongenial, in dem es das Potenzial der bewegten Schrift zeigt, ohne die ureigensten Beschränkungen der Schrift aufzugeben. Damit steht das Pulp-Fiction-Kunstwerk zwischen den Welten von Schrift und Film, trennt und verbindet gleichermaßen. Und dass ist wirklich einen Blick wert.

Ansehen!
Es gibt von dem Film auch eine Low-Res-Version auf ifilm. Schaut´s Euch an.

[tags]Marsellus Wallace, Pulp Fiction, Typographie, digital art, animation art, Typographiekunst[/tags]

Spaß mit Typographie :: Tools zum Trademarks-Nachbauen

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Man kennt diese T-Shirts, auf denen Fuck statt Ford steht. Ich will da jetzt keine Lanze für brechen.
Aber diese Designidee belegt, wie sehr allein die Form des Trademarks eine eigene Aussagedimension enthält. Das ist typographisch ein alter Hut, aber die veränderten Trademarks beeindrucken trotzdem mehr als typographische Diskurse: Die Marke wird intuitiv im Betrachter seziert. Künstler können damit spielen, dass Form und Inhalt kontrastieren und sich neue Bezüge auf Grundlage dieser tiefsitzenden Markenkenntnis ganz subtil erschließen.

Einige Tools dafür

logo54 für die Marken von StarWars, Nintendo, Harry Potter, Ferrari und anderen.

(StarWars)

Yahoo Logo
Ferrari Logo
(Klick führt zur größeren Version)

gute Adresse für professionelle und kostenlose Brand-Typographien: 1001fonts.com
Cola disney.png
richtig viele – mehr oder weniger gute – Logos gibt es beim Logomaker (einige mit Grafik), mehr stehen in der kompletten Liste


der Klassiker im Netz: Logos im Google-Stil gibt es nach der Pleite von logogle.com bei googlefont.com. Leider sind die Bilder nicht besonders gut.
google

eine Reise an die Grenzen der Wörter :: Alex Gopher – the Child (R: Antoine Bardou-Jacquet)

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Was Bardou-Jacquet hier in Szene gesetzt hat ist die Erfindung der Synthese von Schrift und Film, die Vorteile beider Medien kongenial kombiniert: Aus dem Film stammen die Elemente des Plots, der Figuren, der Dialoge, des Spannungsbogens und natürlich der Visualisierung in Form bewegter Bilder. Aus der Symbolwelt der Schrift stammen die Akteure, Autos, Häuser, Brücken und Straßen – deren visuelle Repräsentation ausschließlich aus geschriebenen Wörtern besteht. Die Typographie der einzelnen visuellen Elemente korrespondiert mit ihrer Bedeutung und bildet so eine dritte Ebene des zeichenhaften neben Film und Schrift. Das ist medienwissenschaftlich interessant, wenn es um Codes und Symbole, referentielle Zeichen und die Unmittelbarkeit filmischer Visualisierung geht. Vor allem aber ist es ziemlich innovativ und inspirierend zu sehen, welches Potenzial darin steckt, in diesem Buchfernen Medium Musikvideo die Wörter selbst zu den Repräsentanten filmischen Erlebens zu machen. Alles, was dem filmischen Blick zum Opfer fällt – Gedanken, Bewertungen, Beschreibungen – muss im Film ins Off verlagert oder eben rausgestrichen werden. Hier finden Sie ihren zentralen Platz, weil die Worte selbst es sind, die zu visuellen Symbolen werden. Für Germanisten, Kulturwissenschaftler und Musikvideofans gleichermaßen beeindruckend.
Das Video wurde übrigens in 2004 Düsseldorf ausgestellt: Als eines der 100 einflussreichsten Videos der Geschichte.
Es gibt auch einen Zeichner, der sich die Idee zu eigen gemacht hat. Seine sehenswerten Wortschöpfungen finden sich auf seiner Homepage.
//mehr in der Musikvideodatenbank Clipzoot

//Video anschauen bei der Produktionsfirma partizan

ASCII-O-Matic :: eine Ode an die gute alte Ascii-Grafik

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Damals waren Grafiken noch kunstvoll aus einzelnen Buchstaben zusammengestückt. Heute liest eine Schnittstelle im Web jedes beliebige Bild ein baut daraus in Sekunden das Ascii Bild. Als Erinnerung trotzdem nett: typorganism ASCII O-Matic.

die Idee des Erzählens :: Björk – Bachelorette (R: Michel Gondry)

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Schwarz weiß fängt es an, das Musikvideo von Björk: Eine Frau gräbt im Wald und findet ein leeres Buch. Ein Buch, das sich schreibt, während sie lebt. Sie gibt das Buch, das Buch ihres Lebens heraus, und wird bekannt. Verliebt sich in den Herausgeber, wird ein Star, ihre Geschichte wird für das Variete adaptiert und nach dem Buch ein zweites Mal gespiegelt: Im Variete erzählt sich ihr Leben wieder etwas gröber, archetypischer, bunter, ferner von der Wirklichkeit und auf einer Art ihrem Archetyp näher. Teil des Stücks ist die Adaption der Geschichte im Theater – einer Bühne auf einer Bühne, vor der die wahren Protagonisten sitzen.
Als ob diese Verschachtelung der Narration nicht genug wäre für fünfeinhalb Minuten: Gegen 3:40 beginnt das wahre Leben sich zu ändern – und mit dem wahren Leben die Bilder, die das Leben in der Autobiographie und mit ihr in das Variete und die Bühne im Variete geworfen hat. Die Bilder transformieren in Pflanzen und Blätter. Die Natur holt sich ihre Geschichte zurück, die nur in ihr Leben kann.
Am Ende singt Björk in der Natur.
In Farbe.

 

 

Das Musikvideo gehört zu den populärsten Werken von Michel Gondry, der als der innovativste Kopf der internationalen Musikvideoszene gilt: Sein Spiel mit Farben und Filmstilen untermalt den Plot, der in fünf Minuten nicht nur drei verschachtelte Ebenen durchläuft, sondern auch eine rekursive Beeinflussung der Ebenen erzählt – von der Bühne ins Leben eine Abgabe der Handlungsautonomie und von der Natur zur Bühne deren Rückeroberung. Selten wurde in fünf Minuten mehr über das Wesen des Erzählens erzählt.
Und nie schöner.