Nackte Kunst :: innovative Ansätze
Eine Reihe von angezogenen Frauen. Bewegt man die Maus, ist plötzlich die nackt, auf der der Mauszeiger ruht. Ein Männertraum? Vor allem eine ziemlich gute Bebilderung der Beziehung von Kleidung und Mensch. Denn bald wird klar: Die Nackten sind authentischer, weniger in einer Rolle und klarer sie selbst. Aber das geht über den Pathos des Idealisten hinaus: Das Dilemma der Wirkung von Kleidung ist ja, dass wir kaum auf sie verzichten können. So wird Nacktheit die einzige Kleidung, die unter den Bekleideten auffällt. Das Ablegen der Rolle wird zur diskriminierendsten aller Rollen, solange es nur einer macht.
Nachtrag: Die Seite ist scheinbar im Rahmen einer Zensurmaßnahme der Finnen vom Netz genommen. Die, für die das Kunst war, können sich jetzt mit dem paradoxen Zensursystem befassen, das andere Seiten durchgehen lässt (ich sage jetzt nicht, welche).


















December 6th, 2006 at 11:27 pm
Ob die Nackten wirklich “klarer sie selbst” sind? Sieht man nicht doch, paradoxerweise, tiefer, wenn das Auge nur bis zur Kleidung vordringt? Man sieht das äußerlichere Bild, doch es ist gleichzeitig auch das innerlichere Bild. Man sieht die gewählte soziale Rolle. Ein schreiender, unerwarteter Gegensatz manches Mal. Lektion: das äußerliche determiniert wohl nicht so stark, wie gedacht. Zumindest nicht in den 80er-Jahren (oder wann hat man diese seltsamen Kleider getragen?).
May 9th, 2007 at 2:31 pm
Aber weil man sich stets ähnelt, ist man schliesslich immer schon das, was man ist. Ob mit oder ohne Hüllen.